Gruppe Junge Erwachsene:
Hoch über dem Tannheimer Tal
13./14. Oktober 2007
Führung: Dirk Jocher
Es ist gar nicht so einfach, Mitte Oktober noch eine geöffnete Berghütte in interessanter Umgebung ausfindig zu machen. Das Gimpelhaus (1.659 m) über dem Tannheimer Tal mußte erst als „Notlösung" herhalten, entpuppte sich jedoch bald als Glücksgriff: Trotz der Größe und entsprechender Belegung wird man dort freundlich aufgenommen, und der Aufenthalt gestaltet sich dank des netten Personals und guter Betriebsorganisation stressfrei und angenehm.
So machen sich am Samstag in der Früh 11 Wanderer auf, um zwei Tage durch die Tannheimer Gruppe zu wandern. Wegen unterschiedlicher Ausgangsorte treffen wir an der bewährten Autobahnraststätte Illertal erstmals zusammen; im Konvoi geht es weiter nach Oberjoch, wo Arno noch zusteigt, und kurz darauf sind wir am Parkplatz in Nesselwängle.
Bereits beim „Warmlaufen" sehen wir hoch über uns das Gimpelhaus. Der Weg dorthin ist steil, aber ohne Schwierigkeiten, und so werfen wir nach knapp zwei Stunden Aufstieg die Rucksäcke ab und relaxen auf der Sonnenterrasse. Nach einem kühlen Getränk wird eingecheckt, und mit erleichterten Rucksäcken geht es weiter auffi: Da das Wetter sonnig und stabil ist, wird die Rote Flüh (2.111 m) zum heutigen Ziel erklärt. Vorher gibt´s aber eine ausgiebige Mittagsrast im Sonnenschein auf einem Grasmugel unter der eindrucksvollen Südwand des Schäfer. Der Aufstieg in die Judenscharte ist unschwierig; der weiterführende Gipfelanstieg auf die Rote Flüh fordert dagegen mehrfach beherztes Zupacken an Drahtseil und Fels. Mit uns gemeinsam erreicht auch eine große Nebelbank den Gipfel, und so sehen wir leider kaum was von der vielgerühmten Aussicht, nur der benachbarte Gimpel ist schemenhaft im Nebel auszumachen. Nach einer kurzen Rast und einem Gruppenbild machen wir uns daher wieder an den Abstieg. Unten im Hochkar können wir noch eine Herde Gämsen beobachten, die sich zum abendlichen Äsen auf den Wiesen einfinden. Zurück an der Hütte besetzen wir die Terrasse und genießen die Abendsonne. Als es ungemütlich kühl wird, werden die Lager gerichtet, die Abendgarderobe angelegt und schließlich der Speisesaal gestürmt. Auf das Essen folgt ein gemütlicher Hüttenabend mit Uno und reger Unterhaltung.
Die starke Truppe auf der Roten Flüh (v.l.n.r.u.o.n.u. :-) ):
Arno, Bettina, Steffi, Alex, Olaf, Dirk, Eve, Kathrin, Markus, Pia, Sandra
Am nächsten Morgen weckt uns herrliche Morgensonne und Lärm der vor uns aufstehenden Übernachtungsgäste. Nach dem Frühstück verlassen wir das freundliche Gimpelhaus und steigen über Gras und Geröll aufwärts, bis wir die Nesselwängler Scharte (2.001 m) erreichen - zwar kein Gipfel, aber trotzdem ein schöner Rastplatz und Aussichtspunkt. Weiter geht es auf schönem Steig, bis sich gegenüber einem kleinen Hochtal die Schneidspitze zeigt. Ab hier geht der Weg im feinen Geröll steil bergab, vorausgehende Wanderer zeigen eine eindrucksvolle Showeinlage auf dem rutschigen Untergrund. Wir beschließen daher kurzerhand den wilden Abstieg über einen steilen Grasabhang. Unten im Hochtal treffen wir wieder auf den Weg, der uns nach kurzer Zeit zur Schneetalalm führt. Deren vielversprechender Internetauftritt wird noch übertroffen vom fröhlichen Umtrieb, dem netten Personal und fantastischen Kaiserschmarrn (groß und lecker). Schon bevor wir uns an den Abstieg ins Tal machen, steht fest, daß wir dort nicht zum letzten Mal sind. Der Abstieg verläuft gemütlich und unspektakulär, und so finden wir am späten Nachmittag zurück zu den Autos und machen uns auf die Heimreise.
Hier gibt's noch mehr Bilder von Teilnehmern:
- Bilder von Olaf
- Bilder von Dirk
- Bilder von Markus