Rückblick 2008
Hier finden Sie Berichte und Beschreibungen, mitunter auch Bilder, von zurückliegenden Veranstaltungen. Schreiben Sie doch ein paar Zeilen für diejenigen, welche nicht dabei sein konnten, wenn Ihnen eine Veranstaltung besonders gefallen hat. Besonders unsere Wanderführer sind aufgefordert, hier einen kurzen Rückblick über ihre Veranstaltung zur Verfügung zu stellen. Der Wanderwart freut sich auf Ihren Beitrag!
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Inhalt Rückblick 2008:

- Jahreshauptversammlung am 22. Februar 2008
- Bus-Städtefahrt Hohenberg, Ellwangen, Schönenberg am 16. März 2008
- Wanderwoche Rhöhn, 108. Deutscher Wandertag, 23.-30. Juni 2008
- Bergtour im Rofangebirge, 11./12. Oktober 2008
- Nikolauswanderung am 07.12.2008
- Jahresabschlusswanderung zum Ihinger Hof am 28. Dezember 2008
Jahreshauptversammlung am 22.02.2008
Bericht von Heiner Weidner

Entwicklungshilfe für Renninger Wanderwege
307. Betreuungsgemeinde des Schwarzwaldverein


Der Schwarzwaldverein betreut 24 000 km Wanderwege in bisher 306 Gemeinden vom Kraichgau bis zum Oberrhein; die Markung der Stadt Renningen kommt auf Position 307 dazu. Der aktive Schwarzwaldverein aus Weil der Stadt leistet dabei nachbarschaftliche Entwicklungshilfe.

Durch Renningen verlaufen schon bisher Wanderwege des Schwäbischen Albvereins und des Schwarzwaldvereins; bis zum zweiten Weltkrieg existierte hier auch eine SWV-Ortsgruppe und kümmerte sich um die markierten Wanderwege. Inzwischen übernehmen das die Ortsgruppen beider Vereine aus der Nachbarschaft. Jetzt wollen Renninger und Malmsheimer Bürger selbst aktiv werden und zunächst unter Federführung der Stadt mehr Wege anbieten lassen. Vielleicht entsteht daraus auch bald eine eigene Ortsgruppe.

Diese Renninger Pläne gaben SWV-Vorsitzender Rudolf Fuchs und Wegwart Rudolf Bartsch bei der Mitgliederversammlung im Weiler Gemeindehaus bekannt. Die Verdichtung des bestehenden Wegenetzes nimmt bereits konkrete Formen an; so ist an zusätzliche Verbindungsstrecken von Renningen und Malmsheim zum Ihinger Hof, zu den Heidehöfen, zum Kreuzungspunkt Waldsackpfeife im „Großen Wald" und zur S-Bahn-Station Rutesheim am Silberberg gedacht. Die SWV-Zentrale in Freiburg ist in diese Konzeption fest eingebunden, zumal sich das neue Markierungssystem des Schwarzwaldvereins nach Schweizer Vorbild in den bisher 306 Gemeinden zunehmender Beliebtheit erfreut.

72 Wandertage zwischen Saarwald und Olymp
Helga Kielack an 28 Tagen dabei / Vermögen vergrössert

Der SWV Weil der Stadt mit 438 Mitgliedern kann für 2007 wiederum eine stattliche Bilanz vorlegen. Nach der Jahres-Statistik der Wanderwarte Marga Hurich und August Jocher waren an 72 Tagen 1254 Teilnehmer bei 52 Wanderungen und Exkursionen ein- und mehrtägig unterwegs. Vierzig Wanderführer - zur Hälfte Frauen - hatten diese Touren über 769 km zwischen Oberrhein und Neckar, aber auch im Saarwald und auf dem Olymp vorbereitet und geleitet. Als eifrigste Mitwandererin an 28 Tagen erhält Helga Kielack die silberne Wandernadel des SWV.

Kassier Dieter Haag konnte eine sehr positive Bilanz vorlegen. Dank des guten Verkaufs des Wanderführers „Kreuz und quer durchs Heckengäu" ist das Vermögen des Vereins, der nun nach einhundert Jahren beim Amtsgericht Leonberg als eV eingetragen ist, stattlich angewachsen.
Busstädtefahrt am 16.03.2008:
Hohenberg, Ellwangen, Schönenberg am 16.03.2008
Bericht von Heiner Weidner

Den Palmsonntag verbrachte der Schwarzwaldverein Weil der Stadt in würdigem Rahmen: Eine stattliche Pilgerschar begann den Wandertag auf dem Schwäbisch-Fränkischen Jakobs-Pilgerweg und folgte den Figuren, Bildern und Symbolen des Künstler-Pfarrers Sieger Köder (83) von Rosenberg nach Hohenberg. In beiden Kirchen wurden sie von geschmückten Esel-Figuren begrüßt.

Städtefahrten des Weiler Wandervereins stehen immer unter einem bestimmten Thema. Diesmal war es die bewegende Geschichte der Kirchen der einstigen reichen Fürstprobstei Ellwangen und der fränkischen Grenzlande seit der Römerzeit.

In Hohenberg gab es qualifizierte Hintergrund-Informationen zu den eindrucksvollen Darstellungen Köders, am Ellwanger Marktplatz zur Entstehung der Stadt und der Pferde-Wallfahrt, der Veits-Basilika der katholischen und der ehemaligen Jesuitenkirche der evangelischen Gemeinde, Wand an Wand mit dem verbindenen Portal der Ökumene. Vom prunkvollen Fürstenschloss erklommen die 45 Wanderer - betreut von Heiner und Heide Weidner - über den Stationenweg als ihr Ziel die Höhe des Schönenbergs mit der beherrschenden Wallfahrtskirche. Jetzt brach zwischen stürmischen Regenschauern auch die Sonne durch. Dort und auch bei der Rückfahrt boten sich immer wieder weite Ausblicke über Härtsfeld, Firngrund und den Kamm des Alb-Randes vom Hesselberg und der Kapfenburg zu den Kaiserbergen und bis zur Teck.
23.-30.06.2008: Wanderwoche in der Rhön und
Besuch des 108. Deutschen Wandertages in Fulda
Bericht von Heiner Weidner

Bundespräsident Horst Köhler hatte sich bei seiner Rhönwanderung am Samstag (28. Juni) für den Kreuzberg und gegen die Milseburg entschieden. So stieg er im Nieselregen zum bayrisch-fränkischen Wallfahrerberg empor, während die hessische Milseburg etwas nördlicher die Wanderer unter der Regie des Schwarzwaldvereins Weil der Stadt (SWV) mit frischem Wind und Sonnenstrahlen empfing. Mit zehntausend Erlebnishungrigen genoss auch Horst Köhler einen der hundert Programmpunkte des Rhönklubs beim 108. Deutschen Wandertag (25. bis 30. Juni) in der hessischen, der bayrischen und der Thüringer Rhön.

Der Ortsgruppe Weil der Stadt, die seit vier Jahren die Deutschlandtreffen aller 54 deutschen Wandervereine besucht, hatten sich auch Vereinsfreunde des Schwäbischen Albvereins angeschlossen. Heide und Heiner Weidner führten die zünftige Gruppe nicht nur vom Kreuzberg zur Milseburg, sondern zwischen den Mooren, den Vulkanschloten und den Schafweiden zu den eindrucksvollsten Bergen des Biosphärenreservats der Rhön. In ihrem Standquartier in Tränkhof zwischen der Steinwand und der Wasserkuppe wurden sie mit überschäumender Gastlichkeit verwöhnt.

Schon beim Wimpelempfang am Donnerstag auf dem Domplatz von Fulda - dem Gründungsort des Deutschen Wanderverbandes vor 125 Jahren - vertraten sie die Farben des Schwarzwaldvereins, während die erste Kunde von den Freiburger Plänen zum 110. Deutschen Wandertag bereits durchsickerte; die ersten Hotels für eine Juliwoche 2010 sind bereits gebucht. Selbst bei der festlichen Abschlußkundgebung am Montag am „Point Alpa" der einstigen DDR-Grenze zwischen Rasdorf und Geisa fand der Aufruf des Schwarzwaldvereins - verstärkt um die Gruppe des Bezirks Nagoldtal - lautstarken Wiederhall.

Zuvor hatten die Präsidenten des Rhönklubs, des Wanderverbandes und der Europäischen Wandervereinigung (EWV) gemeinsam mit einer großen Wandererschar am Gedenkstein am Todesstreifen des Grenzzaunes Kränze niedergelegt. Sie und Politiker aus Thüringen und Hessen erinnerten dabei an die Bewohner, die Haus und Hof und auch ihr Leben verloren haben. Das Grenzmuseum „Point Alpha" liefert für diese vierzigjährige Leidenszeit dramatische Beispiele.
Bergtour im Rofangebirge am 11./12.10.2008
der Gruppe Junge Erwachsene

Hier geht's zum Bericht unserer zweiten Rofan-Tour.
Der Nikolaus beim Schwarzwaldverein
Von der Kuppelzen zum Schützenhaus am 07.12.2008
Text: H. Weidner; Fotos: J. Schirott
Der Nikolaus kam am Sonntag nicht allein zum Schwarzwaldverein; seinen getreuen Esel Nikko hatte er vorausgeschickt. Das aufmerksame Tier hielt nicht nur am Samstag an der Krippe unter den Rathaus-Arkaden Wache. Es begleitete auch am Sonntag die großen und kleinen Wanderer über zwei Stunden durchs Ried und über Merklingen und am Möttlinger Köpfle vorbei zum Merklinger Schützenhaus.

Wer gerne zu Fuß gesunde Luft und Erholung sucht kann sich das ganze Jahr über dem Schwarzwaldverein anschließen und seinen Kreislauf in Schwung halten. Die kleine Weiler Start-Gruppe zur Nikolaustour vergrößerte sich mehr und mehr, je näher das Ziel kam. Schließlich lassen sich Drei- oder Vierjährige eher zu einer spielerischen Erkundung des Waldes locken, während die Erwachsenen strammes Tempo bevorzugen. Zudem war diesmal Esel Nikko als flotter Schrittmacher eingesetzt. Er spitzte auffällig die Ohren, als er und alle um ihn herum halbwegs eine spannende Nikolaus-Geschichte zu hören bekamen; seine Antwort hallte am Waldrand entlang. Noch gingen die Blicke über Münklingen zur Kuppelzen hinüber; die dortige Hütte hatte den Nikolaus-Wanderern des Vereins über Jahre in guter Tradition Schutz und adventliche Stimmung gewährt.

Im Merklinger Schützenhaus dampften inzwischen Apfelpunsch und Glühwein um die Wette.
Waltraud und Vorsitzender Rudolf Fuchs hatten alle Vorbereitungen getroffen. Olaf Johanson und Tochter Larissa begleiteten instrumental die adventlichen Lieber, um die Spannung bis zum Eintreffen des hohen Gastes zu verkürzen. In der festlichen Gestalt des Bischofs von Myra erreichte der Nikolaus in später Dämmerung die Schar der Wanderer. Er erinnerte an seine eigene Geschichte und lobte den Schwarzwaldverein, dass er sich immer um die Bewahrung der Schöpfung bemühe. Sogar die Jüngsten grüßten ihn mit kleinen Versen oder Liedern. Auch für die größeren aus der Familiengruppe holte der Nikolaus kleine Geschenke aus seinem Sack, ehe er sich wieder auf seinen weiten Weg zu anderen Kindern begab.
Jahresabschlusswanderung zum Ihinger Hof am 28.12.2008
Bericht von Heiner Weidner

Wer am Sträßle von Weil der Stadt nach Magstadt die Gebäude des Ihinger Hofes beachtet ist optisch beeindruckt von dem stattlichen Anwesen unter der Regie der Universität Hohenheim und dem beherrschenden Getreidesilo mit Wasserreservoir. Von den einstigen Sorgen um den Bestand des Hofgutes in verschiedenen Jahrhunderten bis zur Neuzeit kann er nichts erkennen.

Diesem mangelnden Kenntnisstand konnte eine stattliche Wandererschar abhelfen, die sich am 28. Dezember der Jahresschluss-Wanderung des Schwarzwaldvereins Weil der Stadt anschloss. An mehreren Stellen zwischen dem Predigtplatz Ost und dem Renninger Wald führte Dr. Gerhard Renz in die dramatische Hof-Geschichte ein; als langjähriger Leiter des Versuchs-und Forschungs-Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenschutz ist er auch der präzise Kenner der Vergangenheit und versucht noch immer, letzte Lücken der Historie aufzuklären.

Wenn auch die einstige Siedlung Ihingen seit 1851 in der Stadtfläche von Renningen aufgegangen ist, so war das Schicksal des Gutshofes über Jahrhunderte mit dem von Weil der Stadt verbunden. Die weiten Feld- und Waldflächen bis zum Horizont bildeten die wirtschaftliche Stütze des Spitals der einstigen kaiserlichen Reichsstadt bis zum Dreißigjährigen Krieg. Die gut gepflegten Grabsteine am kleinen Friedhof geben anschaulichen Einblick in das Schicksal der Familien, die in den letzten zweihundert Jahren die Geschicke des Hofgutes bestimmten.

Heute experimentieren die forschenden Techniker des Instituts Jahr um Jahr mit modernster Technik im Labor und auf den Feldern. Unter ihrem Kommando bewegen sich nicht nur fahrerlose Traktoren wie Roboter entlang der Wachstums-Pfade; sie steuern geheimnisvoll die Düngergaben gezielt und sparsam nur an bedürftige Pflanzen vor allem deshalb, um überflüssiges Nitrat im Grundwasser zu vermeiden. Mit diesen Schilderungen faszinierte der erfahrene Biologe seine Zuhörer nicht nur bei Hof- und Familiengeschichten sondern auch beim Blick in die Gegenwart und Zukunft des Ihinger Hofes; in der Nachmittagssonne milderte sich dabei sogar die heftig gefühlte Temperatur des eisigen Ostwindes, den die benachbarte Wetterstation exakt registriert. - An einem Sommertag wird der Schwarzwaldverein die begonnene Exkursion rund um den Ihinger Hof fortsetzen.