Rückblick 2005
Hier finden Sie Berichte und Beschreibungen, mitunter auch Bilder, von zurückliegenden Veranstaltungen. Schreiben Sie doch ein paar Zeilen für diejenigen, welche nicht dabei sein konnten, wenn Ihnen eine Veranstaltung besonders gefallen hat. Besonders unsere Wanderführer sind aufgefordert, hier einen kurzen Rückblick über ihre Veranstaltung zur Verfügung zu stellen. Der Wanderwart freut sich auf Ihren Beitrag!
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Inhalt Rückblick 2005:

-  Auf dem Württembergischen Weinwanderweg, 01.-03. Oktober 2005
-  Bergtour im Rofangebirge am 17./18. September 2005
-  Wanderwoche in Finnisch Lappland, 16.-25. September 2005
-  Alpine Steige im Berchtesgadener Land, 05.-07. August 2005
-  Im Calendula-Kräutergarten am 31. Juli 2005
-  In Thüringen auf historischen Spuren, 17.-25. Juli 2005
-  Wanderwoche im Oberallgäu, 26. Juni - 02. Juli 2005
-  Sternwanderung in Weil der Stadt am 19. Juni 2005
-  Blütentraum bei Neidlingen am 24. April 2005
-  Ostern am Kaiserstuhl, 25.-28. März 2005
-  Im Guggugsnescht am 05. Februar 2005
Zünftige Wanderer trotzen dem Tief
Am WWWW im Steinbacher Tal lockt der Trollinger
01.-03. Oktober 2005
„Aus den Flammen empor" lautet der Wahlspruch der Hohenloher Fürsten; „In dunklen Wäldern durch Nebel und Regen" könnten Hohenloher Wanderer den Spruch frei übersetzen, wenn sie mutig dem Tief des tristen Oktoberwetters trotzen. Zu diesen trotzigen Wanderern zählten für die ersten drei Oktobertage zünftige Frauen und Männer des Schwarzwaldvereins Weil der Stadt und des Schwäbischen Albvereins aus Beilstein.
Sie nahmen die Etappen 7 bis 9 des Württembergischen WeinWanderWegs (WWWW) unter die Stiefel. Bei Sindringen im Kochertal schlossen sie an die Strecke des Vorjahres an, nahmen Öhringen als erstes Ziel, umrundeten das Steinbacher Tal mit Heuholz (Dachsteiger) und Harsberg und schufen über Gleichen und Buchhorn den Anschluß zum Brettachtal und den Fürstenfaß-Lagen des Brettachtals.
Trotz schwerer Wolkenbänke strahlten die Rebenhänge mit prallen Trollinger-, Kerner-, Riesling-, Burgunder-Trauben in aller Pracht; die Sorge vor Übermengen ließ auch am Stock kleine Versucherle zu. Mehr zum Weinbau und zur Keller-Wirtschaft war bei der abendlichen Weinprobe im Adler-Quartier in Untersteinbach, am Backhaus in Renzen oder schon am Forsthof in Friedrichsruhe genüßlich zu erleben. Unter Weinwegwanderern spricht sich dieser doppelte Genuß für Leib und Seele immer mehr herum.

Im Hohenloher Wander-Eldorado treffen sich vier der großen Weitwanderwege: Der doppelt geführte Weinwanderweg, der Limesweg, der Frankenweg und der Georg-Fahbach-Weg sind gleich mehrfach verflochten. Dank der UNESCO-Anerkennung gewinnt die Grenzlinie des römischen Weltreichs ab sofort Primär-Funktion. Da sind auch „alte Hasen" wieder beeindruckt, wenn sie von Kastellen erfahren, römische Turmstümpfe entdecken oder dem antiken Pfad auf einem Wall folgen, der seit zweitausend Jahren besteht.
Da liegt es nahe, jenem Fürstengeschlecht die Aufwartung zu machen, das über Jahrhunderte die schützende Hand über die Hohenloher Lande hielt. Dazu bot sich im trockenen Ersatzprogramm in und um die Residenzen von Öhringen und Waldenburg und im Zentralmuseum im Neuensteiner Wasserschloß getreu dem Wahlspruch ideale Gelegenheit.
                                                                H. Weidner
Bergtour der Gruppe Junge Erwachsene
im Rofangebirge
17./18. September 2005
Führung: Dirk Jocher

Hier
finden Sie den ausführlichen Bericht dazu.
Wanderwoche in Finnisch Lappland
16.-25. September 2005
Hanni Hinsche öffnet ihr Tagebuch. Hier geht es nach Lappland......
Alpine Steige
im Berchtesgadener Land
05.-07. August 2005
Führung: Rudi Bartsch

Einen Rückblick in Gedichtform von unserer
Wanderfreundin Gudrun Krehl finden Sie
hier !
Im
Calendula-Kräutergarten
am 31. Juli 2005
Führung: M. Jocher
Die letzte Tour im Monat Juli
ging in die Kräuterfarm Calenduli (i=damit sich's reimt).
Mit der S-Bahn fuhren wir um 8 Uhr weg,
das Umsteigen in die U 14 klappte perfekt.
In Stgt.-Mühlhausen stiegen wir aus
15 Minuten später waren wir am Kräuterhaus.
Mit Heilpraktiker Berweiler marschierten wir los
2 ½ Stunden ging die Führung bloß;
mit dem Ysop - Blütenstrauch fingen wir an,
die älteste Heilpflanze - wie man in der Bibel lesen kann,
wir testeten den Wermuth, bitter, aber gut für den Magen
dann kam der Salbei - 30 Sorten sind dort zu haben,
Zitronen-Tymian, Hustenlöser und für Leber, Drüsen,
Belladonna - nur 1 - 2 Beeren kannst du genießen.
Die giftigste Pflanze Europas der Eisenhut ist,
ein Blatt genügt und du unter der Erde bist,
der Hauhechel hilft bei Harnbeschwerden,
Johanniskraut wächst in allen Gärten;
Beinwell äußerlich angewendet hilft den Knochen,
mit Lemon-Ysop kann man Zitronengelee kochen,
Rosenmelisse, auch Herztrost genannt
ist als Karmelitergeist überall bekannt.
In den Gewächshäusern haben wir noch vieles entdeckt,
haben gerochen, zerkaut oder nur abgeleckt;
die Heilkraft der Pflanzen, das Würzen der Speisen,
die Mischung der Tees, Salben oder Öle zum Einreiben,
Krankheiten, Ärzte, Gesundheitspolitik waren Themen,
ein Kräutersträußchen konnte jeder mitnehmen.
Zum Schluß saß man noch beim Tee gemütlich,
an Koreaminze, Zitronenverbene + Wow tat man sich gütlich.
Dann wanderten wir nur 15 Minuten weit
zur Kapelle des heiligen Veit.
Frau Pfarrer führte uns durch das geschichtsträchtige Haus,
beeindruckt von den guterhaltenen Fresken kamen wir dann raus,
in 20 Minuten sind wir zum Max-Eyth-See marschiert
im Haus am See waren für uns 2 Tische reserviert.
Ein lehrreicher Tag ging zu Ende bei herrlichem Sonnenschein,
gegen 19 Uhr trudelten wir, mit viel Kräutern im Bauch, in WdS ein.

Gedicht von A. Jocher
Wir empfehlen die Homepage des Calendula-Kräutergarten
In Thüringen vielfach auf historischen Spuren
17.-25. Juli 2005
Führung: H. u. H. Weidner
Wer die 162 Kilometer dem Rennsteig folgt, trifft von der Werra zur Sächsischen Saale Grenzsteine mit vielerlei Wappen. Sie bezeugen die einstigen Herrschaftsgebiete großer und kleiner Fürsten zu beiden Seiten des Thüringer Waldes. Ihre stattlichen Schlösser stehen nicht nur in Coburg und Meiningen, in Schmalkalden und Rudolstadt. Wer in Thüringen unterwegs ist findet die Burgen und Jagdschlösser, die Herrenhäuser und Fürstenhöfe und auch die Kloster-Ruinen in der offenen Landschaft auf Schritt und Tritt. Vor und während des 105. Deutschen Wandertages konnten sich auch die Wanderer des Schwarzwaldvereins davon überzeugen, daß hier Unbekanntes in Fülle zu erkunden ist.

Thüringen war wohl schon immer ein freies Land - und nicht erst seit Luthers Reformation und seiner Bibel-Übersetzung auf der Eisenacher Wartburg. In dieser Atmosphäre konnten sich Goethe und Schiller frei entfalten und schufen klassische Weltliteratur. Schopenhauer, Humboldt und Wagner waren häufig zu Gast. Der Pfarrerssohn Friedrich Froebel entwickelte gegen harte preußische Widerstände das Konzept der Kindergärten und wird dafür noch heute bis Japan verehrt. Der gute Zustand vieler Fassaden beweist noch heute die Qualität des Schiefers, der im Tagebau gewonnen wurde; die grauen Platten halten noch einmal für hundert Jahre !

Zwischen all diesen Punkten spannt sich ein dichtes Wegenetz, dem der Wanderer leicht folgen kann. Es lockt ihn in die engen Täler wie zum „Goldwaschen" im Bachlauf der Schwarza, mit der „steilsten Bergbahn der Welt" bei Oberweißbach zu den Kräutersammlern und Glasbläsern auf die weiten Höhen des Schiefergebirges. Den Spuren Goethes begegnet der Wanderer im Schloß der Charlotte von Stein in Großkochberg, beim Rundgang in Rudolstadt Schillers Begegnungen mit den Glockengießern oder reizvollen Bürgerstöchtern, auf dem Thüringenweg zu Fröbels erster „Erziehungsanstalt" in Bad Blankenburg jenem verschwiegenen Platz, an dem sich der ungestüme Hans Fallada einst duellierte.

An jedem Tag begleiteten Wanderführer des Thüringer Gebirgs-Wandervereins Rudolstadt die Schwarzwälder auch an unbekannte schöne Wanderstrecken und gewannen sie als neue Freunde. So offenbarten sich ihnen auch die Geheimnisse einsamer Dörfer, ihrer Kirchen und Klosterruinen, die Macht der Kraftwerke an den gewaltigen Stauseen und die Bedächtigkeit einer Floßfahrt auf der Saale.
Zentrales Quartier war eine kirchliche Bildungsstätte nahe Rudolstadt.
Wanderwoche im Oberallgäu
26.06.-02.07.2005
Zum Gedicht-Rückblick geht´s hier !
Sternwanderung der Bezirke
Schwarzwaldpforte, Nagoldtal und Mittlerer Neckar
am 19. Juni 2005 in Weil der Stadt

Einen ausführlichen Bericht über diese wichtige Veranstaltung finden Sie
hier !
Blütentraum bei Neidlingen
am 24. April 2005
Führung: H. u. E. Tomaschko
Welch eine Überraschung zum Start am Wanderparkplatz in Weilheim/Teck durch Wanderfreund Dingler aus Gechingen, der mit einem Solo auf seinem Alphorn die Wandergruppe zünftig auf den Wandertag einstimmte! Zur Freude von 24 wackeren Wanderfreundinnen und -freunden erstrahlten dann auch die Hänge rund um Häringen und Neidlingen in weißer, breit gestreuter Blütenpracht. 550 Höhenmeter waren dazu in drei Etappen zu meistern, wobei scih die Wandergruppe bei dem heftigen, schweißtreibenden und in glitschig-nassen Serpentinen verlaufenden Aufstieg hinauf zum Trauf von Häringen nach Neidlingen mit Bravour geschlagen hat. Um so erwartungsvoller war dann nach viereinhalb Stunden Wanderzeit die pünktliche Einkehr im Landgasthof Rössle in Häringen, wo angesichts der gebotenen Genusshappen wie zu Großmutters Zeiten die ganze Schinderei schnell vergessen war. Mit dem anschließenden Abstieg zum Ausgangspunkt ging nach dem Resumee aller Teilnehmer ein herrlicher Wandertag zu Ende. Manche Träume vergißt man, aber die Wanderführer Hilde und Ewald Tomaschko hoffen, daß dieser Neidlinger Blütentraum den Teilnehmern noch gerne und lange in Erinnerung bleibt. Als bester Wanderführer erwies sich aber Petrus, denn er ließ nur beim Start in Weilheim/Teck ein paar Regentropfen zu und machte erst dann wieder seine Schleusen auf, dals die Wandergruppe die Fahrzeuge zur Heimfahrt bestieg.
Ostern am Kaiserstuhl
25.-28. März 2005
Führung: B. & G. Dilling
Einen Rückblick in Gedichtform finden Sie hier !
Zerscht was fir d´Xondheit: a Wanderung,
  no ebbes Kultur: Besichtigung;
ond wenn dia rom isch, no kommt noh´s Bescht:
  a rächte Gaude em Guggugsnescht !
Schon zum 11. Mal ging es zur Besentour in den Kraichgau, wie immer gut vorbereitet vom Ehepaar Dieterich. Im vollbesetzten Bus kam sofort beste Stimmung auf, als der Wanderplan für das laufende Jahr analysiert und interpretiert wurde - gerade passend zur hiesigen Fasnet. Ich glaube, für jeden fand sich eine passende Route zur rechten Zeit.
Die Burg-Ruine Ottilienberg war Ausgangspunkt der kleinen Wanderung, die von den meisten mit Begeisterung begonnen wurde. Allerdings wurde es unterwegs weniger lustig, da der Weg doch in eine Hindernis- und Schlammschlacht ausartete. So konnten wir nur froh sein, dass uns in Eppingen keiner kannte und hoffentlich die meisten Besucher wohl eher nach oben zu den wirklich schönen Fachwerkhäusern schauten als nach unseren Schuhen! Für manchen wird das wohl auch ein Grund sein, nochmal in anständigem Aufzug hier zu erscheinen. Auf jeden Fall haben wir beim Stadtrundgang schon einigen Schmutz dagelassen bzw.verloren. Doch das "Guggugsnescht" empfing uns dann trotzdem (oder wie gewohnt) sogleich wieder sehr freundlich mit dem Spruch:
"Seid willkommen, ihr Weil der Städter,
wenn ihr da seid, ist's gleich viel netter!"
Die Stimmung war wirklich wieder so richtig nett, unsere Wirtsleute verwöhnten uns mit bewährten Speisen und Getränken, dazu natürlich noch jeder Menge Musik. Auch von den Wanderern hatte so mancher etwas Lustiges auf Lager und in bewährter Weise setzte sich auch die Kulturgruppe mit ihrer Darbietung voll in Szene. Die Stunden sind viel zu schnell vergangen, aber wir werden noch lange an diesen schönen Ausflug denken.
G. Krehl