Bericht zur Jahreshauptversammlung am 26.01.2007
von Heiner Weidner:

Jubiläum im Zeichen Eichendorffs
1200 Aktive an 61 Tage / Vereinsvermögen dank Wanderbuch verdoppelt !

Der Schwarzwaldverein dient seit hundert Jahren der Allgemeinheit; das gilt auch für die Ortsgruppe Weil der Stadt. Ihre Mitglieder pflegen Jahr für Jahr das Netz der Wanderwege und ergänzen die Markierungen, ihre Wanderführer führen Mitläufer an schöne Plätze der Lanschaft, ihre Mitglieder spenden kräftig für einen guten Zweck, ihre Autoren geben Wanderbücher heraus - wie jetzt den Wanderführer „Heckengäu" - und verzichten dabei auf ein nüchternes Jubiläumswerk.

Der schlesische Dichter Joseph von Eichendorff dient als Leitbild auch für diese Art der Landschaftspflege und des Naturschutzes. Diesen Zusammenhang eines Klassikers mit aktiven Wanderern würdigte der Böblinger Landrat Bernhard Maier anläßlich der 100-Jahr-Feier des Schwarzwaldvereins im April in der Stadthalle von Weil der Stadt. Die vom Bundespräsidenten gestiftete Eichendorff-Plakette, die noch immer in Schaufenstern der Stadt zu sehen ist, symbolisiert die beständige Fürsorge des großen Vereins für Natur und Umwelt.

An viele Stationen des Jubiläumsjahres erinnerte Vorsitzender Rudolf Fuchs bei der Jahresversammlung am Freitag im Sängerheim Merklingen. Dazu zählen Wanderungen und Fahrten für Alt und Jung, zählt das Pflanzen eines Jubiläumsbaumes und die Herausgabe des Wanderführers durch Wilhelm Dieterich und Heiner Weidner. Dabei konnte die Zusammenarbeit mit PLENUM Heckengäu, mit dem VVS und mit dem Landesvermessungsamt weiter vertieft werden.

Nach der Bilanz von Kassier Dieter Haag hat sich das Vereinsvermögen dank des Buchverkaufs, dank Spenden und zahlreicher Sponsoren sehr erfreulich entwickelt. Auch aus wirtschaftlichen Gründen wurde jetzt die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister beschlossen; hundert Jahr hatte er ohne „eV" überlebt. Entsprechend groß war am Freitag auch die Zahl der Jubilare aus mehreren Jahren. Jetzt darf der Verein Spenden entgegennehmen...

Die SWV-Wanderwarte Marga Hurich und August Jocher haben mit 1 200 Aktiven auf 668 Kilometern Wegstrecke an 61 Tagen erfreuliche Bewegungen registriert. Die 42 Wanderführer haben ihrem Gefolge dabei viele Schönheiten des Ländles vermittelt. Fernere Ziele lagen im Pfälzerwald, in der Eifel, im Tiroler Wipptal , im Böhmerwald und hochalpin im Karwendel. Mit 17 Wandertagen lagen Emmy Egger, Marianne Pzechera, Susanne Rockenbauch, Imelda Sagawe, Eduard Furthmüller und Adolf Neugebauer als häufigste Mitwanderer nach August Jocher (19) an der Spitze des Teilnehmerfeldes. 4 275-mal im Jahr haben sich Internet-Partner über das Vereinsgeschehen auf der von Dirk Jocher betreuten ausführlichen homepage „schwarzwaldverein-wds.de" informiert.

Für die Familiengruppe mit Gabi und Jürgen Schirott waren die Pflanzung der Rosskastanie in Merklingen, der sportliche Besuch des Niederseilgartens bei Dachtel und drei Tage in der Wutachschlucht die absoluten Höhepunkte. Als sich im Advent der Nikolaus an der Kuppelzen angesagt hatte erwarteten ihn dort Orts- und Familiengruppe gemeinsam.

An 61 Tagen gesammelt :
1 500 EURO Jubiläumsspende für das Klösterle

Die Mitglieder des Schwarzwaldvereins schmoren nicht im eigenen Saft, - sie denken auch an Andere: Eine kleine Sammelbüchse ging an 61 Wandertagen 2006 immer bei der Schlußeinkehr über den Hütten- oder Gasthaustisch. Woche für Woche erinnerten dabei die Wanderführer an die notwendige Restaurierung des einstigen Kapuzinerklosters in Weil der Stadt; viele Kupfer- und Silberstücke wanderten durch den Büchsenschlitz.

Bei der Jahresversammlung des Vereins am Freitag im Sängerheim Merklingen offenbarte Vorsitzender Rudolf Fuchs das Ergebnis: 1 500 EURO hatten die Wanderer zusammengebracht und übergaben diese an Manfred Bürklen und Roland Stoppel, Vorstandsmitglieder des Fördervereins Klösterle. Sichtlich überrascht nahmen beide die Jubiläumsspende der Wanderer entgegen.

Im April sollen sich viele Vereine im sanierten Rohbau des Klösterles mit ihren möglichen Aktivitäten vorstellen können, so Bürklen; auch der Arbeit des Schwarzwaldvereins bieten sich hier neue Chancen.