An der Eppinger Linie
am Sonntag, 21. November 2004
Historische Pfade zwischen Mühlacker und Maulbronn
Führung: Dirk Jocher
Die Eppinger Linie wurden 1695 als Verteidigungslinie von der Fachwerkstadt Eppingen bis Weissenstein bei Pforzheim vom Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, genannt Türkenlouis, errichtet. Das Wall- u. Graben-System diente der Verteidigung gegen die Franzoseneinfälle unter Louis XIV, dem Sonnenkönig. Die Anlage ist teilweise noch recht gut erhalten und dient heute als Wanderweg. Die historische Bedeutung wird auf zahlreichen Tafeln am Weg erklärt. Wir begehen einen Teil der Eppinger Linie und wandern dabei durch den Naturpark Stromberg-Heuchelberg.
14 Wanderer fanden sich bei winterlichen Temperaturen am Ausgangspunkt in Mühlacker ein. Nach kurzem Marsch durch den Trinkwald trafen wir auf die Wallanlage der Eppinger Linie. Der Weiterweg verlief direkt auf dem Wall, dem wir bis zum Aussichtspunkt auf dem Sauberg folgten. Dort erfuhren wir von unserem Mitglied Heiner Weidner allerhand Wissenswertes über Entstehung und Geschichte der Eppinger Linie. Auf dem Sauberg steht der Nachbau einer Chartaque, einem Wachturm, wie sie einst entlang der Verteidigungslinie standen (Foto). Ebenfalls befinden sich dort noch die Überreste einer Sternschanze, leider jedoch ziemlich vom Dickicht überwuchert.

Weiter ging´s immer in der Nähe der Wallanlage bis kurz vor Maulbronn. Dort verließen wir den Eppinger-Linien-Weg und wanderten zu unserem Rastplatz am Schmietränksee bei Zeisersweiher. Nach ausgiebiger Mittagsrast unter blauem Himmel ging es steil bergauf, bis wir auf der Höhe des Eichelbergs ankamen .Von dort hatten wir eine wunderschöne Aussicht über die Weinberge in's Tal. Wir wanderten immer am Kamm entlang nach Westen, bis uns der Weg abwärts in Richtung Lienzingen führte. Wir unterquerten die B35 und wanderten in den Wannenwald, wo wir unweit des Saubergs wieder auf die Wallanlage trafen, die uns zu den Autos zurückführte.
Der gemütliche Ausklang fand in der "Kloine Kelter" in Mühlacker statt, wo wir uns bei Speis und Trank von den zurückgelegten 22 Kilometer erholten. Hinter uns liegt eine gelungene Wanderung durch eine interessante Landschaft bei herrlichstem Herbstwetter.