Im
Dahner Felsenland
Ostern 2004
09.-12. April

Wanderführer: Barbara und Georg Dilling
Gedicht von Gudrun Krehl



Schon oftmals gab's Ostern gar keine Frage:
wir nutzen mit Dillings die Wandertage!
Diesmal hieß das Ziel „Dahner Felsenland",
vielen von uns nicht so gut bekannt.
Es schreckten uns keine düsteren Wetterprognosen,
pünktlich um 8 waren alle bereit im Wanderlook samt Wetterhosen.
Die Anfahrt verlief wie an 'ner Perlenschnur,
von Hektik und Stau war doch keine Spur.
In Hauenstein am Parkplatz zeigte uns 'ne prima Karte,
was uns für den heutigen Tag erwarte.
28 Leute starteten bei schönstem Sonnenschein,
flugs ging's durch den Ort in den Wald hinein.
Der erste Anstieg ließ uns schon schnaufen,
aber oftmals konnten wir auch eben laufen.
Doch auch Wanderführer müssen überlegen
und liefen schon mal auf falschen Wegen.
Die Aussicht unterwegs war wunderschön,
Burgen von nah und fern war'n zu seh'n.
An der „dicken Eiche" (von 4 Mann umfasst)
war geplant die Mittagsrast.
Im Wanderheim drin war'n keine Plätze zu haben,
doch wir improvisierten im Freien als Schwaben!
Die Sonne hatte sich leider verkrochen,
also sind wir bald wieder aufgebrochen.
Das nächste Ziel war der Hühnerstein,
da fiel es der Barbara plötzlich ein,
dass sie doch zur Rast ihren Stock stehen ließ,
so eine Blamage, als Wanderführer dies!
Doch wir müssen ihr das einfach zugestehn;
als Schlusslicht zählt sie stets die Schäfchen schön.
Gudrun, hilfsbereit wie sie ist,
schnell nochmal zurückgesprintet ist.
Sie rettete den Stock und auch ihr Leben,
(es hat auf dem Waldweg viele Hunde gegeben!).
Der mutige Leiteraufstieg auf felsige Höhen
war dann noch der Kick - es gab viel zu sehen.
Kaum wieder unten - die nächste Rettungstat:
ein einsamer Rucksack sich eingefunden hat.
Anneliese hatte ihn abgelegt
und hat wohl gedacht, er folgt unentwegt.
Schon bald war wieder ein Stein erklommen,
und in der Ferne wurde ein Kreuz wahrgenommen.
Von nun an ging es ständig bergab,
Hauenstein hatte uns wieder - fast im Trab.
Während einige über den Friedhof zum Cafe strebten,
konnte die größere Gruppe noch ein Event erleben.
471 m war'n bis zum Gipfelkreuz des Needing zu steigen,
von oben ließ sich der Rückweg besonders gut zeigen.
Nur der Fototermin am Felsentor
hatte Folgen, weil man den Weg verlor.
Durch Rufen und Pfeifen fand man sich wieder
und stieg nun vereint zu den Autos nieder.
Im Tal gab's den Gipfelschnaps mit großen Hallois,
eine schöne Überraschung; vielen Dank Familie Grothuis!
Nun aber schnell mit den Autos ins „Cramer-Haus",
die Wirtin schaute schon nach uns aus.
Zimmer beziehen, Abendessen -
köstlich - und dann noch zusammengesessen.
Ein bisschen Geschichte und ein paar Sagen
hat Barbara für uns zusammengetragen.
In fröhlicher Runde fand man den Tag sehr nett,
und schließlich wanderten alle ins Bett.

Am Samstag kamen wir richtig in Schwung,
denn es folgte die 5-Burgen-Wanderung.
In Fahrgemeinschaften ging es nach Schönau;
die Autoschlange passte wieder ganz genau.
Ein steiler Anstieg ließ uns gleich wieder schnaufen,
doch Walter musste sich schnell noch 'ne Karte kaufen.
Dann ging's ganz gemütlich und stetig bergauf,
als erste von fünf nahm uns die Wegelnburg auf.
Nicht alle erstürmten die alten Gemäuer,
denn manch einem war das nicht so geheuer;
schon einmal waren wir hier im Verein,
doch leider brach sich da jemand ein Bein.
Das ist heute nicht wieder vorgekommen,
aber dafür wurde uns Zoll abgenommen.
Jeder musste die Schranke nach Frankreich passieren,
Sepp kam kaum nach mit dem Fotografieren.
Auch Pferde trafen wir im „kleinen Grenzverkehr",
sie wollten hin, wir kamen her.
Und schon war die zweite, die Hohenbourg erreicht,
auch da ging's hinauf, das war noch ganz leicht.
Noch viele andere Wandersleut guckten um die Ecken,
sogar den Osterhas' erwischten wir beim Verstecken.
An der Loewenbourg, der dritten
sind wir nur vorbeigeschritten.
Nach einigem Zickzack, immer bergab,
grüßte als vierte der Fleckenstein -und das nicht zu knapp.
Majestätisch erstreckt sie sich in ganzer Länge,
zum Glück, denn sonst gäbe es rechtes Gedränge!
Nun durften wir erst mal wieder pausieren,
grad eben musste eine Wolke doch paar Tropfen verlieren.
Die Cafeteria war uns're Rettungsinsel,
darüber gab es auch kein Gewinsel.
Ob Kuchen, Suppe oder Tee,
ein jeder fand die Pause schee!
Nur Knautes ließen sich nicht verführen,
sie wollten die Burg ganz hautnah spüren.
Auch das Info-Zentrum wurde von einigen besucht,
es war ganz neu - und sehr gut betucht.
Doch nun wieder vorwärts - und ja nicht verfehlt
die fünfte, die Froensburg, etwas abseits steht.
Durch den blätterlosen Wald konnten wir sie erspähen,
erst am Fuße der Burg kam die Mannschaft zu stehen.
Die meisten erstürmten mutig die Zinnen.
Inzwischen musste sich Barbara besinnen.
Noch eine Sage gab es zu hören,
und keiner wagte, dabei zu stören.
Nach dieser letzten Kletterei
war unsere Tour aber noch nicht vorbei:
Noch 2 Stunden Fußmarsch durch den Wald
brachten die nächste Überraschung bald;
was zum Vorwandern noch unpassierbar war,
schafften wir jetzt - das ist doch klar.
Wieder ein Aufstieg mit Kunstabschluss:
Christels Kür am Balken war ein Genuss!
Bald gab's noch 'ne Kurzrast an einer Hütte
und das Erlassen zwei weiterer Burgen - na bitte.
Schon liefen die Beine wie ganz von allein,
da mussten wir wieder durch die Schranke nach Deutschland hinein.
Nun ging es aber wirklich nur noch bergab,
der Bruderfels grüßte von oben herab.
Der Pfaffenfels rief mit einladenden Treppen,
doch nicht mal ich konnte noch etwas retten.
Die Autos blitzten vom Parkplatz herauf,
da hältst du eben keinen mehr auf!
Nun ging's wieder „heim" ins Cramer-Haus,
Sigrid spähte schon nach uns aus.
Nach dem Abendbrot gab's noch viel zu lachen -
nein, was sich Dillings doch für Arbeit machen:
All ihre Wanderungen ließen sie passieren
und vier Wanderer konnten einen Preis kassieren
für aktive Teilnahme an den Wanderungen.
Danke, Georg und Barbara, das ist euch wirklich gelungen!



Am Sonntagmorgen, zum Osterfest
wartete Barbara mit einem Osternest.
Ein buntes Ei nahm sich jeder im Nu,
und Sigrid lieferte die Hasen dazu.
So motiviert erreichten wir Dahn,
dort ging heut' unsere Wanderung an.
Am Parkplatz stand schon 'ne Gruppe mit düsterem Blick -
wir sollten wohl weichen - denkste, kein Stück!
Bergauf ging's sogleich - ein schwerer Gang,
denn oben kamen wir an einem Soldatenfriedhof an.
2 ½ Tausend mahnten: nie wieder Krieg!
Leider bisher dieser Wunsch unerfüllt blieb.
Sepp ließ über allem die Kamera schwenken,
wir ehrten die Toten in stillem Gedenken.
Doch hoch über allem ragte schon heraus
der „Hochstein" - imposant sieht er aus.
An der Mauer entlang und gemächlich bergan
kamen wir an die Felsenburg Dahn.
Dort blieben wir ein kleines Weilchen,
es genügte Grothuis', uns Süßigkeiten zu reichen.
Weiter ging es auf „Elwetritsch"- gezeichneten Wegen,
bis zum „Jungfernsprung" - eine wüste Gegend!
Barbara verkündete uns allen die Mär,
dass hier das Röslein runter gesprungen wär.
Noch heute vom Absprung die Spur man sieht
und am Fuße des Berges die Jungfrau kniet.
Nach der Felsen-Vesperpause
ging es aber noch nicht nach Hause.
Gegenüber lockte der Sängerfelsen -
„den besteigen wir noch", klang es aus allen Hälsen.
Fast alle genossen die Aussicht von oben
und vergaßen auch nicht, die Wanderführer zu loben.
Man konnte die ganze Runde einseh'n;
„da war'n wir überall - kaum zu glauben, wie schön"!
Es wurde gestaunt und gefilmt und geknipst,
bis Hanni ein Lied noch eingefallen ist.
Das sang sie auf Wunsch noch einigen vor,
mit der Folge, dass man Herrn Fuchs verlor.
Doch Barbara hat es beim Zählen gemerkt,
lief zurück - und schon ist er heimgekehrt.
Nun mussten wir uns sputen, zu den Autos zurück,
doch unterwegs noch 'ne Pause - es fehlte ein Stück.
Nach einträchtigem gemeinsamen Suchen
fanden wir den Weg - sogar ohne zu fluchen.

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