Bergwanderung der Gruppe Junge Erwachsene:

Mieminger Berge
Coburger Hütte, 1.917 m
26./27. Juni 2004
Führung: Dirk Jocher
Unsere diesjährige Bergtour führte uns in die Mieminger Berge im Zugspitzgebiet. Unser ursprüngliches Ziel, das Rofan-Gebirge, mußten wir leider verschieben, da die Bayreuther Hütte wegen einer Sektionsveranstaltung belegt war. Das versuchen wir einfach im nächsten Jahr.

Wir starteten am Samstag Morgen gegen 6 Uhr mit drei Autos an drei verschiedenen Orten. Erster Treffpunkt war daher die Autobahnraststätte Illertal, wo sich die Gruppe erstmals zusammen fand. Von dort ging's flott weiter nach Ehrwald zu unserem Ausgangspunkt am Parkplatz der Ehrwalder-Alm-Bahn. Endlich zu Fuß und mit Rucksack am Buckel ging es anfangs noch beschaulich durch Wald und Wiesen mit schönem Blick zur Zugspitze, alsbald jedoch recht steil durch den Wald empor bis zur Ehrwalder Rast. Dort beginnt der "Hohe Gang"-Steig, auf dem wir die folgende Steilstufe überwanden und uns kurz darauf am malerischen Seebensee zu einer ausgiebigen Rast niederließen.
Kein Wunder, daß sich schon Ludwig Ganghofer von dieser zauberhaften Landschaft inspirieren ließ - das Bild der Zugspitze, die sich im Seebensee spiegelt, zierte schon manches Kalenderblatt. Nach der sonnigen Rast ging's weiter zu unserem Übernachtungsquartier, der Coburger Hütte (1.917 m, ). Ein gutes Gefühl beim Aufstieg, als uns Entgegenkommende vor der überfüllten Hütte warnten, denn wir hatten uns einen Lagerraum vorher reserviert. Oben angekommen, ließen wir uns auf der Sonnenterasse nieder und beeilten uns, eine drohende Austrocknung unserer Kehlen zu verhindern. Nachdem dies ausgiebig erfolgt war, stellten wir fest, daß es zu spät war, um noch den Vorderen Drachenkopf zu besteigen. Statt dessen gab's eine gemütliche Runde mit nochmaliger Rast um den hüttennahen Drachensee. Zurück an der Hütte machten wir uns an's Abendessen. Die Hütte war zwar so voll, daß manche Gäste in der Gaststube auf den Bänken nächtigen mußten, trotzdem fanden wir alle einen gemeinsamen Tisch, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Neugierig erwartete man zu späterer Stunde noch die Bergfeuer zur Sonnwende, die jedoch recht spärlich ausfielen und daher keinen Anreiz zum Frieren boten. So begaben wir uns in unsere Lager.
Gustl war zwar nicht dabei, aber sein heimliches Hobby entdeckten wir doch auf der Ehrwalder Alm...
Am nächsten Morgen sah das Wetter alles andere als einladend aus. Doch da es bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern.......................gibt, machten wir uns an den Anstieg zum Hinteren Tajatörl (2.253 m). Irgendwann verlor sich der Steig im Schnee, so daß wir das letzte Drittel weglos und an mancher Stelle mit beherztem Zupacken zurücklegten. Im Tajatörl war es so richtig unwirtlich - Wind, Kälte und Regen ließen die Vernunft über den Gipfel siegen. Wir verzichteten auf die Besteigung des Hinteren Tajakopfes und machten uns schleunigst an den steilen Abstieg in's Brendlkar. Als wir uns an einer Felseninsel zur Mittagsrast niederließen, hatten wir gemeinerweise wieder blauen Himmel über uns. So isch's halt am Berg. Über den Ganghofersteig ging es hinunter ins Spazier- u. Bike-Dorado der Ehrwalder Alm. Hier teilte sich unsere Gruppe: Die einen suchten die Ruhe am einsamen Igelsee, die anderen zog es zu einer warmen Mahlzeit in die Restauration an der Ehrwalder Alm. Dort trafen wir nach einiger Zeit wieder zusammen und machten uns gemeinsam an den letzten Abstieg in's Tal. Mit einer zünftigen Einkehr in Ehrwald beschlossen wir das Wochenende und machten uns dann auf den Heimweg.
Ein tolles Wochenende, an das wir noch lange zurück denken werden.


Blick zurück beim Hüttenaufstieg auf Seebensee und Zugspitze
Die starke Truppe:
Alex, Holger, Helga, Micha,
Annika, Steffi, Steffi, Eve & Dirk
Die Mieminger Berge im Abendlicht zur Heimfahrt